Erweiterte Diagnostik von Mastitispathogenen + Antibiogramm

Entdecken Sie den Erreger der Infektion und wählen Sie eine wirksame Behandlung basierend auf genauen Ergebnissen.

Wenn Sie wissen müssen, was tatsächlich behandelt werden soll

Gezielte Behandlung beginnt mit präziser Diagnostik

ClearMilk liefert schnell wichtige Informationen darüber, ob eine Milchprobe bakteriologisch positiv ist und, falls ja, um welchen Mastitiserreger es sich handelt. Außerdem hilft der Test dabei, problematische Euterviertel, einzelne Tiere oder Tiergruppen zu identifizieren.


Für die Entscheidung über eine Antibiotikatherapie ist jedoch die Kenntnis der Empfindlichkeit des Erregers gegenüber bestimmten Antibiotika entscheidend. Eine Kultivierung mit anschließendem Antibiogramm im Labor hilft dabei, die geeignete Behandlung auszuwählen, unnötigen Antibiotikaeinsatz zu vermeiden und das Risiko antimikrobieller Resistenzen zu senken.

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Drei Leistungen in einem Paket

Kultivierung und Identifikation

Klassische mikrobiologische Kultivierung auf chromogenen Agarplatten in Kombination mit dem ClearMilk-Test direkt auf dem Betrieb. Wir identifizieren:

  • Grampositive Bakterien - Staphylococcus aureus, S. epidermidis, Streptococcus uberis, S. agalactiae, S. dysgalactiae
  • Gramnegative Bakterien - E. coli, Klebsiella pneumoniae, Enterobacter, Pseudomonas aeruginosa
  • Hefen und Algen - Candida spp., Prototheca spp.
  • Die MALDI-TOF-Identifikation ermöglicht innerhalb weniger Minuten eine präzise Bestimmung des Erregers bis hin zur Unterart. Das Ergebnis liegt 24–48 Stunden nach Probeneingang vor.

Antibiogramm - Empfindlichkeit gegenüber 12+ Antibiotika

Nach Isolierung des Erregers führen wir ein Agardiffusions-Antibiogramm nach Kirby-Bauer mit einem Panel veterinärmedizinisch relevanter Antibiotika durch. Für jedes Antibiotikum erhalten Sie folgendes Ergebnis:

  • S - sensibel (das Präparat ist bei Standarddosierung gegen den Erreger wirksam)
  • I - intermediär (höhere Exposition bzw. angepasste Dosierung oder verlängerte Behandlung erforderlich)
  • R - resistent (nicht geeignet, es muss eine Alternative gewählt werden)
Die getesteten Panels umfassen Antibiotika der Kategorien C und D gemäß EU 2019/6, die in der Veterinärmedizin bevorzugt eingesetzt werden - darunter Penicilline, Cephalosporine der 1.–2. Generation, Aminoglykoside, Tetracycline, Makrolide und weitere. Kategorie-B-Antibiotika (Cephalosporine der 3.–4. Generation, Fluorchinolone) testen wir nur in indizierten Fällen.

PCR-Diagnostik

Für schnelle Ergebnisse innerhalb von 6 Stunden oder bei schwer kultivierbaren Erregern bieten wir PCR-Diagnostik an. Wichtige Einsatzbereiche:

  • Mycoplasma bovis - klassische Kultivierung ist schwierig, PCR ist die Standardmethode
  • Akute klinische Mastitis - wenn Zeit entscheidend ist
  • Vor dem selektiven Trockenstellen - schnelles Screening größerer Kuhgruppen
  • Bestandsaudit - Untersuchung auf das Vorkommen bestimmter Erreger

Wann sollte eine Probe zur Laboruntersuchung eingesendet werden?

Eine mikrobiologische Untersuchung der Milch ist insbesondere in diesen vier Situationen sinnvoll:

Vor dem Trockenstellen einer Kuh

Wenn selektives Trockenstellen korrekt durchgeführt werden soll, müssen Sie wissen, welche Kühe tatsächlich infiziert sind. Ohne bakteriologische Untersuchung basiert die Entscheidung nur auf der somatischen Zellzahl (SCC) - das reicht nicht aus.

Empfehlung: 3–4 Tage vor dem geplanten Trockenstellen eine Probe von jeder Kuh mit SCC über 200.000 oder mit Mastitisvorgeschichte entnehmen.

Wiederkehrende Mastitis im Bestand

Wenn eine Kuh zwei oder mehr klinische Episoden in derselben Laktation hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass:

  • der Erreger gegen das gewählte Antibiotikum resistent ist
  • der Erreger falsch identifiziert wurde (z. B. Staphylokokken mit Streptokokken verwechselt wurden)
  • eine chronische Infektion vorliegt (S. aureus, S. uberis)

Hohe SCC in der Tankmilch (>400.000)

Wenn die SCC der Tankmilch über 400.000 Zellen/ml liegt, kann die Molkerei den Ankaufspreis reduzieren (–0,30 bis –0,50 CZK/l) oder die Milch ablehnen. Ursache ist fast immer eine subklinische Mastitis im Bestand - der konkrete Erreger ist jedoch noch unbekannt.

Die mikrobiologische Untersuchung einer Tankmilchprobe in Kombination mit gezielten Tests einzelner Kühe mit hoher SCC hilft, die Ursache zu finden und die Zellzahl zu senken. Mehr dazu im Abschnitt „Wie lässt sich die SCC in der Milch senken?“.

Der Bestand reagiert nicht auf das gewählte Antibiotikum

Wenn eine Standardtherapie, z. B. ein Cephalosporin der 1. Generation bei akuter Mastitis, in mehreren Fällen nicht wirkt, ist eine Resistenz im Bestand sehr wahrscheinlich. Regelmäßige Antibiogramme viermal jährlich helfen, solche Trends frühzeitig zu erkennen - bevor es zu wiederholtem Therapieversagen kommt.

Vorgehen: Probe entnehmen und weitere Schritte

Entnahme einer Milchprobe

  1. Probe mit Kuh- und Viertelidentifikation kennzeichnen
  2. Zitze gründlich mit einem feuchten Tuch reinigen und anschließend trocknen
  3. Zitzenspitze mit einem Desinfektionstupfer desinfizieren (30 Sekunden)
  4. Die ersten 4–5 Milchstrahlen in ein Gefäß mit schwarzem Boden vormelken
  5. 5–10 ml Milch in ein steriles Probenröhrchen füllen - die Öffnung des Röhrchens darf die Zitze nicht berühren
  6. Probenröhrchen verschließen
  7. Bis zum Versand maximal 24 Stunden gekühlt bei 4 °C lagern

Methodenwahl — Diagnostik auf dem Betrieb oder im Labor

Erregerbestimmung auf dem Betrieb: ClearMilk-Test - dreigeteilte Petrischale, Ergebnis innerhalb von 22–26 Stunden direkt bei Ihnen. Die wichtigsten Erreger können mit einer Genauigkeit identifiziert werden, die sich der Labordiagnostik annähert.

Zur definitiven Bestätigung der Diagnose
+ Erstellung eines Antibiogramms: Senden Sie die Probe an unser Labor. Sie erhalten eine präzise Artbestimmung mittels MALDI-TOF sowie die Empfindlichkeit gegenüber mehr als 12 Antibiotika.

Versand an das Labor

  • Gekühlter Transport (Kühlbox mit Kühlelementen) - per Kurier oder Transportdienst
  • Formular mit Probenidentifikation und Kontaktdaten beilegen
  • Adresse: LabMediaServis s.r.o., Národní 84, 551 01 Jaroměř
  • Telefon zur Abstimmung: +420 725 945 953, +420 720 930 872

Ergebnis

  • Kultivierung + MALDI-TOF: 24-48 Stunden nach Probeneingang
  • Antibiogramm: weitere 24 Stunden nach Isolierung
  • PCR: innerhalb von 6 Stunden bei Expressaufträgen
  • Ergebnis per E-Mail mit Interpretation und Empfehlung

Ausstattung und Team

Unser mikrobiologisches Team verfügt über langjährige Erfahrung in der Mastitisdiagnostik:

MVDr. Zuzana Čermáková, Ph.D.

Laborleitung

Spezialisierung auf klinische Mikrobiologie.

MVDr. Pavel Novotný

Laborleitung

Unterstützt Betriebe bei der Einführung des Systems, der Interpretation der Ergebnisse sowie bei der Festlegung von Behandlung und Prävention.

Mehr über das Labor

Preise und Verfügbarkeit

LeistungBearbeitungszeitPreis (ca.)
Kultivierung + MALDI-TOF (1 Probe)24–48 Std.350–600 CZK
Antibiogramm (1 Isolat)+24 Std.120–240 CZK
PCR-Diagnostik (1 Probe)6 Std.600–900 CZK
Rabatt bei größeren Mengen (>20 Proben)individuelles Angebot

Den konkreten Preis für Ihren Betrieb vereinbaren wir gerne nach dem ersten Kontakt - abhängig von Probenumfang, Häufigkeit und Kombination der Leistungen.

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Häufig gestellte Fragen

Ein Antibiogramm ist ein Labortest, der die Empfindlichkeit eines konkret isolierten Erregers gegenüber antimikrobiellen Wirkstoffen bestimmt. Auf einer Agarplatte werden standardisierte Antibiotikaplättchen auf die Bakterienkultur aufgelegt. Nach der Inkubation wird der Durchmesser der Hemmzonen gemessen. Daraus wird bestimmt, ob das Bakterium gegenüber dem jeweiligen Präparat sensibel (S), intermediär (I) oder resistent (R) ist.

Das hängt vom Ziel der Untersuchung ab: Bei klinischer oder subklinischer Mastitis sowie bei einem positiven Befund vor dem Trockenstellen prüfen wir, ob der betreffende Erreger kürzlich auf seine Empfindlichkeit getestet wurde. Falls nicht, führen wir vor dem Antibiotikaeinsatz eine Empfindlichkeitsprüfung (AST) durch. Zur Überwachung von Resistenztrends im Bestand empfehlen wir idealerweise viermal jährlich die Untersuchung repräsentativer, wiederholt auftretender Erreger.

Klassische Kultivierung + MALDI-TOF: 24–48 Stunden nach Probeneingang. Antibiogramm: weitere 24 Stunden nach Isolierung des Erregers (insgesamt 48–72 Stunden). PCR-Diagnostik: 6 Stunden bei Expressaufträgen. Bei akuten Fällen, in denen Zeit entscheidend ist, ermöglicht PCR eine besonders schnelle Identifikation.

Vorgehen: Zitze reinigen, Strichkanalöffnung desinfizieren, 4–5 Milchstrahlen vormelken und anschließend 5–10 ml in ein steriles Probenröhrchen füllen. Die Probe immer von einer desinfizierten Zitze entnehmen und Kontakt mit verschmutzten Oberflächen vermeiden. Maximal 24 Stunden gekühlt bei 4 °C lagern. Konsequente Hygiene bei der Probenentnahme ist entscheidend - eine kontaminierte Probe kann zu falschen Ergebnissen und damit zu einer ungeeigneten Behandlung führen.

MALDI-TOF MS (Matrix-Assisted Laser Desorption/Ionization - Time of Flight Mass Spectrometry) je moderní vysoce přesná metoda identifikace mikroorganismů založená na hmotnostním spektru bakteriálních proteinů. Z malého množství bakteriální kultury přístroj během několika minut určí druh patogena s přesností nad 95 %. Rychlejší a přesnější než klasické biochemické testy.

Bei der Kultivierung werden Bakterien im Labor auf Agar vermehrt - dadurch entsteht eine lebende Kultur, an der anschließend ein Antibiogramm durchgeführt werden kann. Dauer: 24–48 Stunden. Die PCR weist die DNA bestimmter Erreger direkt in der Probe nach, ohne dass eine Kultivierung erforderlich ist - Ergebnisse liegen innerhalb weniger Stunden vor. Sie eignet sich besonders für schwer kultivierbare Erreger wie Mycoplasma. PCR ist sehr empfindlich, ermöglicht jedoch kein klassisches Antibiogramm, da dafür eine lebende Kultur benötigt wird. In der Praxis kombinieren wir beide Methoden je nach Situation.

Wählen Sie ein Antibiotikum, das als S (sensibel) eingestuft wurde - idealerweise zunächst einen Wirkstoff der Kategorie D gemäß EU 2019/6, z. B. Penicilline oder Tetracycline. Wenn mehrere Antibiotika als sensibel bewertet wurden, erfolgt die Auswahl gemeinsam mit Ihrem Tierarzt anhand der verfügbaren Darreichungsform (intramammär oder systemisch), der Wartezeit, der Kosten und bisheriger Erfahrungen. Präparate mit der Einstufung R sollten nicht eingesetzt werden; bei I ist die Interpretation der erforderlichen Exposition entscheidend. Bei Unsicherheit bei der Interpretation können Sie unseren klinischen Spezialisten MVDr. Pavel Novotný konsultieren.

Für ein Bestands-Screening empfehlen wir je nach Bestandsgröße 10–20 Proben: von Kühen mit hoher SCC, von Kühen mit klinischer oder subklinischer Mastitis in den letzten 60 Tagen, von Erstkalbinnen im Puerperium sowie zusätzlich von einigen zufällig ausgewählten Kühen aus unterschiedlichen Bestandsgruppen. Wenn entsprechende Daten verfügbar sind, sollten möglichst alle auf dem Betrieb vorkommenden Erregertypen berücksichtigt werden. Bei der Erstellung eines konkreten Probenplans unterstützen wir Sie gerne.

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Senden Sie uns eine Probe oder vereinbaren Sie eine Beratung. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit konkreten Anweisungen zur Probenentnahme, zum Transport und mit einer Preiskalkulation.

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